Liederkranz 1844 Sinsheim e.V & Power of Voice 175 Jahre - 1844 bis 2019
Liederkranz 1844 Sinsheim e.V& Power of Voice175 Jahre - 1844 bis 2019 

Geschichte des Liederkranzes

Hier informieren wir Sie in einem Kurzüberblick über die Geschichte des Vereins

 

 

Bilder folgen in Kürze

175-jähriges Jubiläum Liederkranz – durch eine bewegte Zeit

 

Der Liederkranz Sinsheim, einer der ältesten Vereine der Stadt, feiert sein 175-jähriges Bestehen.

175 Jahre - das ist eine lange Zeit, schauen wir genauer hin:

Wie es begann

Aus der Taufe gehoben wurde der Gesangsverein im Jahre 1844, in einer Zeit, in der die Gründung eines Vereins durchaus auf etwas arbeitsfreier Zeit sowie dem Vorhandensein von finanziellen Mitteln und ausgebildeter Ansprüche gründete.  
Dies war im Prinzip den eher privilegierten Bürgern vorbehalten, Vereinsmitglied wurde zu dieser Zeit, wer Rang und Namen hatte und männlichen Geschlechts war.  Der Verein etablierte sich und es kamen 69 aktive Mitglieder zu den nun stattfindenden regelmäßigen Gesangsproben. Schon bald hatte der Gesangsverein erste erfolgreiche öffentliche Auftritte, unter anderem beim 2. Badischen Sängerfest im Mai 1845.

Während der Badischen Revolution

In den folgenden Jahren (1846-1849) geriet der Liederkranz zunehmend in den Strudel der revolutionären Unruhen. Es entwickelten sich innerhalb des Liederkranzes kontroverse politische Positionen, das Gesangslokal wurde auch für politische Versammlungen genutzt.

Nach der Niederschlagung der Badischen Revolution wurde der Verein – wie viele andere – verboten. Erst im Februar 1859 konstituierte sich der Liederkranz neu und wurde im März wieder zugelassen. Bereits im April zählte der Verein wieder 39 Mitglieder.     

 

 

Mitte 19. bis Anfang 20. Jahrhundert

Von da an ging es wieder aufwärts. Die kommenden Jahrzehnte waren geprägt durch erfolgreiche Teilnahmen an allen Badischen Bundessängerfesten, Kulturveranstaltungen und gemeinsamen Konzerten mit befreundeten Gesangsvereinen aus der Region.
Jedes Jahr feierte der Verein sein Stiftungsfest, was zu den kulturellen und gesellschaftlichen Höhepunkten gehörte und bei Alt und Jung gleichermaßen beliebt war. Zu den besten Zeiten blickte der Verein auf 120 Mitglieder.

Im Oktober 1910 fusionierte der Liederkranz mit dem Musikverein Sinsheim und hieß nun auch alleinstehende Damen willkommen. Weiterhin war der Gesangsverein ein fester und beliebter Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens. Rege Konzert- und Gesangstätigkeit prägten die folgenden Jahre und an vielseitigen Kulturveranstaltungen wurde teilgenommen.

Erster Weltkrieg und Weimarer Republik

Der Ausbruch des 1. Weltkriegs unterbrach diese Entwicklung, die Vereinstätigkeit kam fast zum Erliegen. Erst 1919 präsentierte sich der Verein wieder mit einem Konzert in der Öffentlichkeit.  Im Mai 1925 wirkte anlässlich eines Beethoven-Abends erstmalig ein Frauenchor mit.

In den darauffolgenden Jahren erweiterte der Liederkranz sein Repertoire, zusätzlich zu den bewährten Auftritten und Unterhaltungsabenden fanden Kammer-, Passions- und Klassikkonzerte statt.  Dabei traten nicht selten professionelle Künstler als Gastsolisten auf.
In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Weimarer Republik bot der Verein mehr als Musizieren und Singen. Mit Ausflügen und Familienfeiern wurde Raum geschaffen für Begegnung, Geselligkeit und Kommunikation. Der Verein erwies sich damit als wichtiger gesellschaftlicher und sozialer Anker.   

Während der NS-Diktatur und danach

Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus in den 30-er Jahren änderten sich wieder die Vorzeichen, vaterländische Chorliteratur und das deutsche Volkslied hielten Einzug. Neues kulturpolitisches Ziel von Sängertreffen war es nun „gemeinsames Streben im Dienste der nationalen Aufbauarbeit“ kundzugeben.

Nach dem Zusammenbruch der NS-Diktatur stand der Liederkranz erneut vor einem völligen Neuanfang. Heimat- und Volkstümelei wurden durch künstlerische Maßstäbe ersetzt und der Liederkranz wandte sich wieder seinem klassischen Repertoire zu. Die Genehmigung zur Neugründung wurde 1948 erteilt und bereits im April fand das erste Konzert statt.

In den 50-er Jahren knüpfte der Chor wieder an seine früheren Erfolge an, zahlreiche Chorkonzerte fanden statt sowie Auftritte in Sendungen des Südwestrundfunks. 1963 gestaltete der Liederkranz anlässlich der 1200-Jahrfeier der Stadt Sinsheim den Festakt und führte u.a. das „Halleluja“ von Händel auf.

Ende der 60-er Jahre bis heute

Ende der 60-er Jahre veränderten der Siegeszug des Rock‘n’Roll und das politische Weltgeschehen die Gesellschaft grundlegend. Die damit einhergehende Werteverschiebung wirkte sich natürlich auf den althergebrachten Chor aus, jugendlicher Nachwuchs wird aufgrund der Vielzahl der Angebote immer schwerer zu begeistern, das Durchschnittsalter stieg an.

In den 70er Jahren wurden der Frauenchor und der Männerchor zur Chorgemeinschaft Liederkranz fusioniert.

 

Auf den – auch im neuen Jahrtausend noch vorherrschenden Zeitgeist - reagierte der Liederkranz mit der Gründung eines zusätzlichen Chors „Power of Voice“, um auch jüngeren Sängerinnen und Sänger eine Heimat zu geben. Damit wurde die Bandbreite um Pop-Songs, Jazz-Songs, „etwas andere Klassik“ und Musicals erweitert. Zahlreiche Konzerte unter anderem unter dem Titel „Film ab“ oder „Swinging Twenties“ legten hierfür klangvoll Zeugnis ab.

Heute singen ältere und jüngere Sänger zusammen Stücke von traditioneller Chormusik bis zu aktuellen Liedern und erleben auch nach 175 Jahren jede Woche, wieviel Freude das Singen in der Gemeinschaft bedeutet.

 

Der Liederkranz probt regelmäßig an Donnerstagen von 19:15 bis 20:45.

 

Infos zum Chor : www.liederkranz-sinsheim.de

Aktuelles

Unsere nächste Chorprobe  ist am

24.10.2019 um 19.15 Uhr in der Carl-Orff-Schule - anschließend gemeinsamer Ausgang

Neue Sängerinnen und Sänger sind immer herzliche willkommen!

 

 

Gemeinsame Chorprobe immer donnerstags von 19.15 Uhr bis 20.45 Uhr im Musiksaal der Carl-Orff-Schule, Werderstraße 8

 

Während der Ferien finden keine Chorproben statt

 

Vita unserer Chorleiterin

 

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© Jürgen Häußler